Schmitt, Carl, 1958, Undated

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© Gonderadseud aus Heft 23/26 der FuriftifGen Wodenfaeift von 1938.
Organ des Deuthhen Anwaitvereins.

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Die Geundrechie und Grundpflidien der Reidjsverfajjung.

Kommentar gum gweiten: Teil der ReidhSverfaffung, in

Gemeinfdhaft mit Prof. Dr. Wnidiis, Heidelberg, u. a. heraus-

gegeben von Dr. Sand Carl Nipperdey. Gd. 1: Wigemeine

Bedeutung der Grundredjte und die Urtifel 102—117.

Berlin 1929. Verlag vow Reimar Hedbing. Preis geh.

22.4, ged. 25 Ho:

Dex proktijee Wert dicjes gro angelegien Gaimmelwerkes, von
dem’ ingwifdjen auch der gmeite umd dritte Band erjdienen jind,
fat wohl aligemeine, Unerkenming’ gefunden. €3 it hier nije itber
‘ben Begeiff be3 Gommentars gu fiveiten. Sedenjalls hat ber Secaua-
geber daburdh, dag. ex diefen Weg der Erlauterung bow Berfaifungs-
attiheln ablte, midgt max einem Gediicfais fdjneller Orientierung
genigt, jondecrt auch gleidyeitig eine widjtige Borausjesung dieies
Bediixfuiies nod verfeickt, namlid die immer deutlidec Gervor-
tretende Reigung dec Geridhisprazis, Berfafjungabejtimmumgen, werig=
fiend foldje ded gueiten Gauptleil dec Meidsvecjaiiung, gue. une
mitielbaren Gumblage von ProgeRentideibungen gu machen. Dev
vechilinismapig. groje Saum, dec ben eligelnen Weitarbettern jux
Verfiigung fteht, ermoglicht eB ifmer, nit nur erlimternde Wort-
jnterpretationen, fonbern aud, tiefer deingende, mit dem miffenfchait-
Tien Schrifttum und dem Borent{heibungen dec Kedsprazis fich
audeinanderfegende Darkegungen ju. geben. Wer die Scwierigheiter
de3 IL. GaupitellS ber. Heiiaverjajjung .Rennt, wird mit befonderer
Dankbarkeit jelifteller, bak ‘niandje Mitarbeiter vow jener Moglide
heit Gebtand gemadt haben...

“Dah die verfdiedenen. wind verichiederiartigen. Pommentatoren
ihre Unfgabe wicht alle gleith aitffaijen, it nicht vertwunderlidh. 3
finden fic Beitrdge, die mebr swiffenithrftlic-jyftematif gesatten
find, mafrend andere mur die den Borbehatt be3 Gefeses qudsiilfenden
Gefegesbejtimmumgen, nad) dex Wet eines praktijejen  Commentars
erldutern. Ginige Gomuientace find umfangreide Wuffage umd b=
Hanblungen gerorden, anbdecé,3.B. die Bem. bon Merde gu
Ut. 108 (S. 149), enthalten mux kurze, fRlagenbafte Ginweije. Neberr
einer gebdvingten Qujammenfa;fung, wie dem YWufjas von H-PoHl
fiber Wet. 112 (S. 250—268), ftehen umfangreide, im die Ailgemein=
Yeit bes Broblems vordringende Monographien, mie die von Ger-
Ber tiber einderheiteniehug ju rt113 (S. 269—350}. Der aufer-
Tien UngleiGmapigheit entipricht eine BeriGiedenheit bee Gefigis-
punkte fiir Uusmahl und Darftéllung deB Materials, Biwei bejonders
wichtige Grunbredjte, Uct-114 und 115, find im Gegenjag gu
fonjtigen: Sjolierumg. jebe3° eingelnew, and) be3 Aleinjten cttber™
miteinander veebumben, “bié- gemeinfame Behardlung aber ijt gleid=
gitig in ber Weije ‘geirenktt; bah die beider Wetihel a) tind} dev
Geite der Suftiz (dire Manheim) wd b) wads ber Seite der
BPoliget- und. Finanggewalt “four W. Loett gen) erdetert werden.
G3" Hegt’ nafe, gu Fragen, warum -biejer YWrjas ju einer Syftematik
Hicht omc fonft durhgefiigct ijt, und warm jerer die weit dvinge
Tidhere umd. eigentlich pecfafiungsvedjtlie Frage, md}. dec. Seite bes.
Gefeggebers iibergangen wurde.

on grofjeree Bedeutung FH e3, bab bie grmbdlegenden Vegriffe,
bie einer vechiSwifienfdhafifider Behandlung vor Grumbrechtgartikeln
exit ihren fpegififdjien Ginx “geben, vor dem verjdjiedenen QWutoren
nerfdjieden gejandpabt werden. Bet der aufecordentliden Sijwierig-
Keit “bdiefer- Materie. with man’ nicjt erwacten’ kinnen, da. alle
Autoren gleidjer Unfidjt find, umd dah gerade Hier ee Cinmiitig- we
eit Herefehen foll, die e3 ‘ander3mo nirgends gibt. Wer einige Dit
avbeiter bemiijen fig um bad eigentliche Problem diejes Teiles der *
Beimarer Berfaffumg: jehr eingeyend, andere dagegen jcheinen die
perjafiungsredhttije Geite res Themas gat nice gu. bemerken.
Nhe nur dee Gegriit de3 Grundted§ts jelbjt, aud) die ,allgememen
Begriff jeder Berfaljungalehre, die fiir diefen Bweig. der Mechis-
wifienjcaft. ebenjo umentbehrlicy find tole ber aligemeine Teil bes
Biirgerliden- Rechts fiir dieied, aljo ‘Begriffe wie Berfaffung, Ver
fafiungagefes;’ Venjajjungadndérung, fernec die, Borjiellunger vow
pRechisitaat” und Gee”, enthalten Folgennrgen, bie. flix jeden
Geundcedtartihel” immittelbar ‘aktuell find. Wafrend mm 3-8.
Geof Doh rate fee Anfjay ber Wet. 105 (S. 110 Ff.) den verges
finatlidjien Gefegesbegriff in jeer Bedeutung erkennt und namentlich
ben Qufanmmengarig bes Uet.105 mit Wet. 109 — Ausnahmegericht

geste ie bem Wuffas ber Wert. 114/115 (G'350) bie im gleidjen
and (SG. 47) vor Ridard Thoma’ auspriicetich anevkannie tinter-
Ketbung port genereller ‘Norm und Durdbrechung brevissima manv
abgetan. a © & e —— re

-Qieraus eegibt fieh’ ‘ofme meitéved, baff dex belber Vujfaben
pou-H. Thoma (Die prifiijwhe Bedeutung der guenbiedjiliden Sige
der deutidjen Heidsverjaifung int allgememen) umd pon §. Stier-
Sdmlo- (Die GletiHheit vor dem Gejey S. 158-218) im Ramen
eftted joldjen -Gammelhontnicritar3 eine gentrale Stellung” gukorimt.
Sie. Gilden fogujagen a3 fyftematifthe Sitgrat bes Werkes: Was

a einheltfide inpalilide Qredbejtimmung gu erkennen, wire
a

qunidit den Wuffag vor Thoma angeht, fo focengt ex im genie
Gimme dex Rajmen des Gomimentars. Bei dem groher Heiehtum
feiner allgemein-verfajfungaredtlidjen Gedanken Ram ex Hiee nitht. im
gangen erdrtert werden. Qndbef.. mu iG e8 mix verjagen, am: dicfer
Stelle auf die Frage ber Girengen der Revijtonsbefugnis be3.-Yrt: 75
RVerf. cingugehen, obwokl Thomas GStellngnahme gerade fier
dieles febmierige Problem vor grifiter pringipieller Gedeuting it,
weil er menigitens fiir dex Gall indivibuelfer DurdbreGumgen eine
Grenge ber UnderungStefugnis aneckeme: ud damit impligite bay -
Bequeme und beliebie, aber erftaunlich unlogifcje Gegenargument
abmeiit, dah die Befugris gu Berfaiangsimdecungen grengenlos fein:
mijje, weil man nody eine fusaltern einfadic Gormel fitc die ge
nauen Grengex gefumber §rbe. Cbenjowenig Ramt in diejer kuvgen
Bejpredimg anf Thomas Lchee vom Primat de3 Volkercedt3 cin-
gegangen werden (GS. 47 Ff. Volkerredhtlihe Geltungshraft gruniixedht=
Tider Normen, genauec wohl: Grundreditlitje Gelnangskrajt vélker=
rechilitjer Normen), weil igre G50 vorbehaltene néjere Unter-
juchung abgewartet terden. mur, elle man die Ronkrete  Wirkung,
bed in fich jefe vielbeutigen ,,Brimates” ,,be3” Valkervedj:s evkennen
Kann: porldutig dart man wohl nije annehmen, dag dizer Brimat
dagu dienen foll, die Weimaree Berfajfung Ae eine ,Mnterverfajfung”
umd die nationale Grifiens be3 deutjdjen Bolkes, daz. fish, flofe dieye
Berfajfimg gegeben, Hat, im eire Hlofes ,,Gelten hOcbft problematifher
(Sormnen” ‘pr verwandeln. 3 konnen alfo mur einige. Sinweije
gi dem Ripperdey fdjen Gefamtwerk gemadit werden. Went we
Det Herausgeber im jeinem Bortdort jagt, "Thoma have ,iiber det
Qmfalt und die Methoden bes vorliegenden Weekes in feiner ein=
feitenden Ubhandlung da3 Gxforbderliche gefagt”, fo trifft bad nicht gu
Gerade weil die Wohandling Thomas jo reidfaltig und dex
dentimgSvoll fi, fallt e8 im fo me§e anf, dah kebt einjizer der
Mitarbeiter diejes Banded fic der. mit fo viel -Grinbdlidjkett und
Feinheit cniwideelten . Grkenniniffe diefer Ginleitung Bebdient ober
gat fic frucjtbar gemadjt atte. Dock, mug: anerkannt tverden,
dak Stier-Somlo {ich wenightens mit Thouas friiherem YAuj=
fag: Grundrechie und Bolizeigewalt (Geitg. gue Feier ded 5Ijabriger
Beltehens de3 PLOBG. 1925) augeinand-rjest (G. 166).
Was Thomas Stellungnatue im eingeluer, angeht, fo dixite
jeiné Theje von dee prajumtiven Pojitivitdt un Wktualitét «der
GuundrecjtabeRimmamgen am bekamtejten geworbsre elm umd. der
groften Erfolg: Haber. ‘Gx fieht die CingeitliGkeit bes Grundredjtz=
ieiles dec Wetmaree Werfaffumg’ witht ettoa davin, dah die Grund=
redjte ein ,Siederfdjlag der RedjtSkultur’ fib oder daf: it pee
Bid
tlie Band. befieht mux in einer. verjafjungSpolitijdjen. Sutene,
tion umd einer berjajjungSdynamifden Fumstion. Die praksijje Be=
DSeutung diejer ettwad abftrakien Cingeit liegt davin, ba fie einer

Rann, die deuthije NediBwijfenfdjajt und Ripe. der Bedeutung “der®
grumbredjtliden Berjafungsteitimnningen. geredt werden, die. dod,,
wie e3. der 6. RivGen. de3 RG. fehon t.F. 1921 ausgedrike Het.
(RG. 102, 165 — FW. 1924, 52) ,al8-Geiligtum, dea deut-
fhen Bolkes gedagt find” G9). Wud) eine Wet. Bwanga-
lange ber jurijtijdjer Braziz” foll gu. dem gleiden Ergebnis bringen,
weil fonjt Ayjtemlojer Wilkie Tic’ und Lor gedfjnet™ wire. - ,Eut-
weber find bie grundredtlidjen Rorinen ix der Regel und, im. Bweijel.
amberhindlig, ober fie find in ber Kegel und im roel verbindti
Da dad erjiere ficer falid. it, fo it da3 leptere mice abjulelyaen’”
(G.12). Ob die Logik’ dex Alternative eine olde Peéjumtion redjt=
fectigen kann, fdint. mir fragliG. Sebdenfail3 ift die unabdjebare
prganijatori|de Ginwirkung .ciner allgemeinen
deS gweiten GSauptiels dex Gerfajjung, die iG in-dem Unffab ,Zehr
Gabre RekehSverfajjung’: GW. 1929," 2313 Ff. und. te meinem Gut-
achten gum Bolnijdjen Liquidationsebkommen (3. Fedviiar'1930) be~
Handelt habe, Thoma nicht verborgen gedlieben. Leiber begniigt ex
if mit, einer Rixgen Exrvdrung (S.13 Unm.). Gu Wabehert wiirde
eine intmec weiter getriebene Rofitivierung aller denkbaren ,,Grund-
rechte” die deutidhe Redispilege mit. véllig neuen Funktionen, im dad.
politijhe Shftem dec Weimarer Verjajiung einfiijren. Allerdiigs fragt.
Thoma gleidgeitig, dak troy jenec Vermutung ftarklter Wirkugs~
hetafi alle Sixeitigheiten diber den fpegiellen Sn halt einer beftimmtcr
Grundiedjtsnorm offengelajjen feier, mnsbef. 3. B. die Frage, ob Art. 109
fic aud am den Gefesgeber oder. mer ar, die Becwaltung und‘ Mipr-
twende. Uber bei aller Ynerkenmung ber, theoretifijen Feinheit ciner
foldjen Unterjdjeidung mmb bei allem MRefpekt por’ feiniem enexgifther:
SBroteft, dak 8 cin grober Srrhum’ wars, die Behauptete Wus-
Tegungaregel auch fix Sireitigheiten ‘ber dem. jpegtellen Suhalt
einer, béftimmten Grmmbredjisnorm angimwenden; barf man dod} moll
fragex, "mas die Bermuting dex ftickften Wikungshrajt eigentlid
Befagt, wer fie nitht fiir dex Gubalt gelten foll, fonderm nue, fiir
eine bon jebem ‘Snbalt getcamfe. und. mitterfibiedene “,Geltung’—
itbrigend wird auf SG. 12. bet Herangiehung dec Entfiehungsge|dhidte
rine Gugemng des Usgeordneten Dicinger als Beweismittel ane

MeN

Shriftiam

(Quviftifte Woajenfebrife

geliifet, in welder Diringer dem Wbgeordneten Beherle dajiic
Dank, dof diefer einen Weg gefunden hase, um unter Beibefaltung
dec Seitgedanken be3 Wogeorducten Naumann den Ufdjuitt der
Guumbredjte _,jo ausgugeftalten, dah er een juriftijd} jabbaren
Suhatt bekam’, Gilt die Bermntung mise fic den Shalt (wie fie
trop ber feinen Differensierumg Thomas von dex Praris fider
verjtanden wird), fo bleibt 03 dabei, dak fie bebdeutungs{os iit. Wiz
Hatten damn eben. aud ,leerlanfende” Geitigtiimer.

Thoma bejandelt die Grumbredite Famili) al3 jubjektive
Segre und Wnjpriihe. Sefen wir von jeiner bekanuten formaten
Cinteifing in verjojjungskriiftige, reichsgefeseskrdjtige und Laudes-
gefepesteeaitige Siedite ab und fragen wir nad einer gegenftindliden
Cintellung, fo firdet fid) S. 20 die Watwort: Wile Grundredjte find
-entiweder a) Bretheitznerbiingungen, das find die eingelnen Freiheits-
redhie (rt. 114 f.), die Thoma jedod nur als’ verjafjungsredtlige
‘MUusgeftattungen cine3 ,,allgemeien Freiheitsrechtes” Ronfinuiert (gegen
Sigje Ronjtrubtion Siter-Semio im gleider Bande S. 168/9);
ober b) jubjeRtive Rechte be8 alttinen Etats (wie Wahl- und Stimm-
‘xedte) ober c) fubjeltive Redjie de3 pofitiven, Stains %. B. Wet. 112
“Wbf.2, 114 Mb]. 2, 124 Whj.2, 126, 129, 131, 137 As. 5, 140,
46 Wj. 2, 147, 153 UGj.2, 156 Wo}. 3). Snmerhrts dicjer Pater
gotien werden die Grundrechie in einjadje und gefteigerte, allgemeine
amb bejonbere, ferner in allumjajfende und xeich3birgerlidhe, end{ich
in dffentlich-rechilide und privatrechilide gojoubert. Gegeniiber diefer
Cintetiung mchte iG betonen, dap die Hadfince|chiedenartigen Gee
wiifrleijiumgen be3 gmciten Hauibitells der HBerf. unmiglidh alg
jubjektive Ynjpriicje Ronficuiect werden Rouen wud dh e3 insbef.
nofiwendig it, vor alfem die injtitutiouelfer Gaxantion ven joldex
jubjektinen Wxipriiden jtreng gu -anttz|deibden. Gonjt gevdt die Yus-
Aegung von Uetikeln, wie 127, 199, 149 wa. ins Ufecioje. Die Gut-
adgien gu dem im Ymgenblick bef mers alttuellen Wrt. 129 und jum

Sreiheits-
von bem

Snititu:g-
tung mit set
putage treten™

iS, be3 von Stier=
(G. 445 ff.) entwickelter

und. facilidge Mechtagleisifett vortiegen,
Gomlo im ber Feltgaie fir Saband
Gebotes der Redjtgemapheit Handijasen foll. Subjektive Beriurteite
feien damit gtoor nicht vermieden, aber fie wittden Sod) unter dec
ficengen Qucht, die von bem Gebvt der Rechigemafeit ausgest,
Beherrjehe”. Ungefidits diefer Sellungaahne ift die neuerlidje diufe: -
rung von AnfHis: GW. 1930, QI15 Bejonder3 intereffant. Sie
gist wie febr 8 Hier an Ginigheit ober aud) nux au fibertviegender
cimmg fet. Denjenigen, die ba8 Bebiixjnis uad einer herricens
den Lehre Haden, um fenell gu wiffen, wie eS mun eigentlid) mit
Met, 108 bj. A Heb, ie die Orientierung Heute nidt leicht gemadse.
Golange eine Untoritét wie Anj Gis fich jeder YAneckenmung einer
Bindung de3 Gejepgeder3 verfejliekt — felbjt in bec von mic pore
gelchlagenen Befdyrtinkung auf bas Berbot echter Uusnalmegefese —,
wird die Brazis wicht Leicht der ,nenen Vehee” jolgen. Und fo wire
8 aljo ,alte Lehre”, dag ein einjadjes Gejes geniigt, um auf Legale
Weije die MSpje unmittersar rollen gn lajjen, wiljeend eine per
fafjungsinbernde Zroeidrittelmehefeit erforderlich iff, wenn ei use
nabmegeridht’ jie voller Lajjen joll, weshats 8 in jeder Sinfidt
ntinjader wire, fid) ben Weg iiber 23 Ausuabmegerisht gu jyaren.
Deri, Say die rechtphilojophifge Argumentation in Fragen
be8 Ctants- umd Verfagfungaredsis leicht gu unabjehbacen Cnijece
wungen dom Ronkreten Gegenftawd fiihct, wird man Gtier-Gom1o
Lebhafé sujtimmen Ronnen. Das gilt: am’ meifien und jelbjiverpandlidhe
Tien flix die Berfuce, katt einer Staats und Becfajfumgatheorie cine
allgemeine Redttheorie, fiatt diefer wiederum ee Erkenntnize
Weorie und fihlieftidy nae eine alfgemeine Nethobologie gu geben,
um dur) eine Ginaisfehee ofne Staat, vite Berfalfungatesre one
Ronkreten Berfaffungsbegriff ub eine ‘Methodologie ofiie Methode
unjec Fad im eigentlidjten Ginne 53 Wortes Gegenftairstos 3a
madjer. Fax ein Werk wie deri vorfiegenden ommentar gehirt 23
jut jeiner ratio essendi, die jpesififeh veriajjungstedtlidjen Fragen
such dure) Sie Rommentatorifijen Details Finburch im uge gu bee
Jalten. Man darj deshalb fiir die nené Bearbeituhg von Ripper>
deys Werk im diejer Ginjisht, einige Ergditgmgen Fite mwiinjehonse
wert Halter. Denn vor einent joltjeu Monumetalwerk beutidjer
Rechiswifjenfajaft darf unter Keinai Umfiinden aug aur enifernt
dec Gindruck extfiehen, dex font Gelegentiigy pannibletiftiiche Gece
wertimgen der Worte ,Hedjtftaat” und ASrundredte” im peinlider
Weije erborrufen umd der am bejten von. dex Spuiith -aus ‘dew
/Bahmen Xenien getvofjen wird:
Die Deutfehen find ein gut Geldjlede;
Gin jeder jagt: will mux, was rect; ”
Rede aber fall vorgiiglidh heifen,
Wes iG und meine Gevattern preijen. _
‘Une wenigiten Lake fie} bie Frage nach den grundlegenden Bee
Hecibungin, diegar Weimarer Berfajfung-wke gape Bere
Eng gebbten, einfady ignorieren. Obwohl die vorliegende. Bee
Gredung jiG mu anf den exfien Band begiegelt fall, dary doch wel
aean evitinert twerdea, baj} im_ bdritten Band, befonder3 in’ dex.
fidgen von O. Lehmann (S.137})
Bicjes Problem jefe flack Fevvorivitt, wired 23 im ei
mur "von Gtier-Gomlo (S170), erGannt if. Die

nod) von ps
it, denn
‘keine «|

oe |

Gen
itutionelfen Garantien fei mur pom Stawdpunkt dex biiegerficent
Rerfafjung vor dex Staatsummilzung be3, Jahres 1918 suirefiend.
‘Uber im diefer Hinjidit ift doc) wohl noch ehvas ontinuitat in dee

Unterfeiung der Guumbdredie™ im eigen‘Tiden Ginne sou

Beimarer Verfajfumg enthatten; man mollte i Weimar weder gum j
Tostalififdjen nod) gush plurilitifdjen Gellektivflaat bergeen, “anid

ba3 Problem ber firukim
gweiten Haupttei!s dex Ver
Sdwere befteher.

Der Aujfag Stier=Somls3 fiber die Gleidhjeit ver bem
Gejes fteht megen des. Hegrijilicien Zujammenhanges von Gleidheit
and Gelegesbegriff  jyftematifeh betvadtet im Mittetpumkt . dices
ezfien Bander. Naddem die widtigiten Thelen und Aeguinente
Griepel, Seibhols, C Kantmanu, Nawiasky) ecdrtert
[a, umidgeibt Sizexr Comte. tince gigewen, Stanbpuxkt dabin,
af er, unter Wblehuung redjt3philojophijder Segriindung (nament=
Hh der E Saufmanns) den -Gleichpeitsfag Sez Urt. 109 Woy. 1
al eine allgemeine Gormel. ‘betradjiet, dic, gufammengenonmen

2 Berjijiedenfeit der Garantien bed!
ng bleibt in Feiner gangen folgenreidjen

Kommentar ober dem jpjtematifdjen Werk eines cinjelner Sejeift-
flellers ijt die Rontinuitét novmalermeije wide gejapcdet und die~
Meuauflage im allgemeinen Reta fpesifiicjes Proslem; fie dient
einfach Sogn, fortwahrend Berbeljecunger angubcingen und ba3 Werk
immer” beaudbarer gu geftalten. Fix den Sollektivgommentar. bas

mit andeven, unmittelbar geltenden Redt3jagen der Her}, gx der
Unslegung swinge, da aud dex Gejebgeder an ih gebunden ii’.
‘Urt. 109 “Yoj. 1 ft danacy dec Ausdrndk ebwes and den Gejepgeber
ummittelbar bindenden Grundgedanken3 der Recitagleichheit (S. 190,
193, 195, 200). Dod) joll damit feine fiacre und unberweglidje
Forme! gegeben fein, fondern deme ridterlidien Ecmejjen ein Spiel-
‘amm gegeben tmerben, wobel ber Mithter die Frage, o& perfoulide

gegen umd ba8 Rontmentarkollehtin bec am Sommentae beteiligten
Seprijtftelier enfieht bei dec Neuauflage eine weit jchwierigere Yuj-
gabe, Dam werden nimtig die vorgandenen Unfiimmigheiten und -
RerfGiedenjeiten yutweder nod) auffailiger Heevortveten ober aber,
im bejferen Galle, durch einen Gollektingetft tbecmunden, ber eine
immer grofjece: Garmonie und Somkordanz dec Methoden wie dec
Gxgebnijje betwixken- mitpee. ;
Brof. Dr Carl Sgmitt, Berke.

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September 18, 2023

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