GEGRUNDET 1867
STUTTGART-W - ROTEBUNLSTRASSE 77+ FERNSPRECHER 69466-6838 - POSTSCHECKKONTO STUTTGART 14949
Herrn
Karl 0. Paetel
(16) Frankfurt/Main
Haupt postlagernd Stuttgart, 16.5.1949
Red.Ia K/Ko
Sehr geehrter Herr Paetel!
Der Absatz Ihres Buches iiber Ernst Jiinger ldsst sich so erfreu-
lich an, dass wir mit der Méglichkeit einer Neuauflage rechnen
miissen. Allerdings haben die bisherigen Besprechungen und auch
das miindliche Echo gerade wichtiger Leute ergeben, dass doch die
weltanschauliche Seite mehr betont werden miisste, als dies in
der ersten Auflage der Fall war. Ich halte es fur unbedingt er-
forderlich, dass Sie mehrere Tage mit mir und einigen einsichtigen
Beratern zusammen diese Fragen durchdenken und méglichst schon
die neu zu schreibenden Kapitel hier konzipieren. Allerdings kann
diese Besprechung nicht vor dem 10. Juni stattfinden, da, wie ich
mich schon iiberzeugen konnte, die flir diese Besprechung not wendige!
Leute nur zwischen dem 10. und 15. Juni hier in Stuttgart zusammen:
gutrommein sind. Ich bitte Sie also dringend, sich so einzurichten
dass Sie am 10. oder 11. Juni hier flir mehrere Tage sind. Sie wiss
selbst, wie wichtig die Angelegenheit ist, und wie entscheidend ge.
rade diese verinderte Auflage zu einer Neuordnung des geistigen
Lebens in Deutschland beitragen kénnte.
Mit den besten Griissen!
4 Threw"
4. | ey ea oa am ered
/
é
(Ernst Klett)
27. 11I. 65
Ernst Klett Verlag
Stuttgart— W, Retebuehlstrasse 77
Lieber Herr Dr. Klett ,
Herzlichen Dank fuer Ihren frdl. Brief.
Die Honorarsache ist selbstversteendlich nach Ihrer Richtigstellung
erledigt.
Ich wuerdem mich sehr freuen, Ihren Sohh kennenzulernen. Er ist in meinem
Haus jederzeit herzlich willkommen, sewie er sich bei unsm meldet ...
Selbstverstaendlich waere ich Ihnen ausserordentlich dankbar, wenn Sie mii
a lle in letzter Zeit erschienenen KJ- Buecher fuer meine 8 Ernst Juenger
Sammlung ' zur Verfuegung stellen wuerden, einszhliebba#chréebsschrift. -
Dank zuver.
Gestern erhielt ich den vierten Brief, weshalb eigentlich die Schrift
keinen Beitrag von mir enthielte, schliesslich " dem " Klett- Autor ueber
Ernst Juenger. Ich konnte nur laknpisch antworten : weil ich nicht aufge-
fordert werden bin. Die Gruendé dafuer sind mir ja unbekannt. Ich kann
sie also niemandem erklaeren.
In cder Anlage ein Kurzbericht ueber EJ in der New Yorker Steatszeitung.
frdl. Gruss Ihr Karl 0. Paetel